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Von sozialem Grunzen und anderen Erkenntnissen in und mit Online-Seminaren

Um es schon mal vorweg zu nehmen: Auch wir bieten Online-Seminare an. Auch wir sind in intensiven Schulungen, wie wir mehr Beteiligung hinkriegen, wie wir online diskutieren können, wie wir unsere Präsentationsgewohnheiten verändern müssen. Und wir stellen fest: Es gibt tolle Anwendungen und es geht weit mehr, als wir vermuteten. Auch wir erweitern nicht nur unser Angebot, sondern auch unseren eigenen Horizont.

Sie sprießen aus der Erde, wie Tulpen im Frühling: Online-Seminare, Webinare, Web-Seminare oder wie auch immer die Schulungen genannt werden, in denen Ihr irgendwo vor Eurem Rechner sitzt. Es entsteht der Eindruck, alle wären davon angetan und für die meisten sei der Umgang mit den eingesetzten Medien, diversen Programme und Plattformen das Normalste der Welt. Auch die „Online-Speech“ scheint cool und lässig für jedes BR/PR-Mitglied anwendbar. Es sei eigentlich nur eine Frage der Zeit, dann wären die Vorbehalte überholt; alles easy.

Das ist nicht unser Eindruck. Selbstverständlich gibt es Kolleg*innen, die super fit sind, sich an einen Rechner mit Mikro und Webcam setzen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Aber sein wir ehrlich: Das sind bei weitem nicht alle. Es geht eben nicht nur um das Handling.

Unsere Rückmeldungen sprechen eine eindeutige Sprache: Online-Seminare sind OK, wenn es anders nicht geht oder wenn der Seminarinhalt eher überschaubar ist. Vielen fehlt aber der kleine Schnack in der Pause, das gemeinsame Lachen, wenn mal wieder ein Witz gerissen wurde, der Austausch beim Bierchen am Abend. Und viele empfinden das Lernen am Rechner als sehr anstrengend.

Deshalb werden wir alles tun, um Online-Seminare lebhaft zu gestalten, Spontanität zu fördern, Emotionen bewusst einzufordern. Das geht. Wir wünschen uns ganz viel „soziales Grunzen“*!

Wir werden aber niemals auf Präsenzseminare verzichten, wenn wir nicht aus guten Gründen dazu gezwungen sind.

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